
die erste Blütezeit der deutschen Dichtung - the first flowering of German poetry
Die fünf wichtigsten Dichter mittelhochdeutscher Sprache waren:
1) der Dichter des Nibelungenliedes (? - nach 1200)
Nichts ist über ihn bekannt. In 2 440 Versen betonte er das Motiv der Rache in der Handlung des alten Heldenepos von Siegfried und Brünhild, Hagen und Kriemhild, und dem Untergang der Burgunden.
2) Gottfried von Straßburg (? - nach 1210)
Er war kein Adliger, sondern im städtischen oder bischöflichen Dienst in Straßburg. Er schrieb die 19 548 Verse des einzigen höfischen Epos mit einem tragischen Ausgang "Tristan und Isolt" (um 1210), mit dem berühmten Liebestrank.
3) Hartmann von Aue (um 1168 - um 1210)
Er war Ministeriale eines Herrn von Aue aus Schwaben und Teilnehmer an einem Kreuzzug. Seine höfische Legende "Der arme Heinrich" (um 1195) zeigt religiöse Tiefe.
4) Wolfram von Eschenbach (um 1170 - um 1220)
Er war Ritter und schrieb "Parzival" ( um 1200), ein höfisches Epos mit 24 840 Versen über den Gralkönig namens Parzival, der als Idealgestalt eines christlichen Ritters sowohl heilig als auch weltlich ist!
5) Walther von der Vogelweide (um 1168 - 1228)
Er war Ministeriale und schrieb "Minnesang", d.h. Lieder über die Liebe, in denen Frauen verehrt werden! Er war also der größte Minnesänger des Mittelalters!
Die Dichter haben in den Epen alte Handlungen und Motive oft neu behandelt!
Mittelhochdeutsch war eine reiche, bildliche, schöne Sprache!
die Lyrik - lyric poetry, verse
das Epos, die Epen - epic poem(s) in verse
das Artusepos - Arthurian epic poem (taking after the legend of KingArthur)
der Liebestrank - love potion (#9)
verehren - adore, praise, worship
die Verehrung - adoration
die Vereinigung - union (in this case, read "Sex")
asketisch - ascetic, denial of the worldly
das Minnesang - songs of love
das Idealgestalt - ideal form or incarnation
der Gral - the Grail
der Gralkönig - King of the Grail, the protector of the Grail
die Huld - favor, grace
1. Frage: Was war die Sprache der Kirche im Mittelalter?
Die Sprache der Kirche im Mittelalter war Latein.
2. Frage: Was war das zentrale Thema der lateinischen Literatur des Mittelalters?
Ihr Thema war die christliche Heilbotschaft.
3. Frage: Was sagte Augustinus über den Menschen, der zum "Gottesstaat" gehört?
"Der zum Gottesstaat hehörige Mensch...ist durch die Gnade vorherbestimmt, durch die Gnade erwählt, durch die Gnade Fremdling auf Erden, ein Bürger im Himmel."
4. Frage: Was war das höchste Ziel des mittelalterlichen Menschen?
Das höchste Ziel des mittelalterlichen Menschen war die Abkehr von der vergänglichen Welt und das Streben nach der Gnade Gottes, nach dem ewigen Reich im Himmel.
5. Frage: Wer war der wichtigste Traeger der deutschen Literatur des hohen Mittelalters?
Der Stand der niederen Adeligen, also Ritter und Ministerialen, war der Hauptträger der Literatur.
6. Frage: Was war das Thema der Lieder der Minnesänger?
Das Thema der Lieder der Minnesänger war die Verehrung der adeligen Dame.
7. Frage: Welche sind die bekanntesten deutschen Dichter des hohen Mittelalters?
Die bekanntesten Dichter des hohen Mittelalters sind Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach, der unbekannte Dichter des "Nibelungenlieds", Walther von der Vogelweide und Gottfried von Straßburg.
8. Frage: Wovon handelt das Nibelungenlied?
Das Nibelungenlied handelt von einem großen Helden, der Siegfried heißt. Hagen hat den jungen König Siegfried ermordet.
9. Frage: Wovon handelt das Epos "Parzival"?
"Parzival" handelt von einem Ritter, der nach langer Irrfahrt den Weg zu seinem Heil findet. Er wird König der Gralsburg und Hüter des "Grales", eines wunderbaren Edelsteins, der irdisches Glück und zugleich Gottes Segen bringt.
10. Frage: Welches Ziel hat Parzival schließlich erreicht?
Die Versöhnung der Huld Gottes mit der Huld einer göttlich geordneten Welt.
11. Frage: Warum kann man sagen, daß Parzivals Ideal bald nicht mehr der Wirklichkeit entsprach?
Parzival war ein Idealgestalt eines christlichen Ritters. Er suchte nach dem "Gral", der irdisches Glück und zugleich Gottes Segen bringt. Parzivals Ideal entsprach bald keiner Wirklichkeit, weil der Ritterstand seine Bedeutung verlor.
12. Frage: Was war das Anliegen der Mystik?
Das Anliegen war ein persönlicher, innerlicher Weg zu Gott.
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