Clara Haber

(1870 - 1915)

 


Scientist and Researcher: 1870-1915

In 1870, Clara Haber, born Clara Immerwahr, was born in Breslau and graduated as the first woman from the University of Breslau in 1900. She graduated "magna cum laude" in Physical Chemistry during a time, in which many professors were still against female students. In 1901, she married Fritz Haber and tried to arrange her responsibilities in her marriage with her research. However, she was still not able to carry out her own scientific works, because she was a woman. She contributed a lot to the scientific works of her husband without being mentioned. Consequently he was promoted very quickly and worked as a professor at the "Technischen Hochschule" in Karlsruhe. Later, he became the director of the "Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Kaiser Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft" in Berlin and received the title "Private Councillor."

Clara Haber wanted to do her own work and held lectures for women on chemistry and physics in the household, and expressed her views on militarism, which were against the patriotic standpoint of the istitute lead by her husband. She called the enterprise a "perversion of science" and was against her husband's intentions to train soldiers in chemical weapons and to use them in World War I. Since she wasn't able to stop him, she committed suicied in May 1915, which was portrayed as the "act of despair of a woman that was genetically predisposed." Her suicide was neither announced in the newspaper nor does a autopsy report exist. Her life and her death were pushed aside.


Naturwissenschaftlerin und Forscherin: 1870-1915

Clara Haber, geborene Immerwahr, wurde 1870 in Breslau geboren und promovierte 1900 "als erst Frau an der Universität Breslau. Sie graduierte "magna cum laude" im Fach Physikalische Chemie zu einer Zeit, in der viele Professoren noch gegen das Frauenstudium waren. 1901 heiratete sie Fritz Haber und versuchte Ehe und Forschung miteinander zu vereinbaren, jedoch konnte sie weiterhin keine eigene wissenschaftliche Arbeiten durchführen, weil sie eine Frau war. Sie trug viel zu den wissenschaftlichen Arbeiten ihres Mannes bei ohne erwähnt zu werden. Daraufhin stieg dieser schnell auf und wurde Professor an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Später war er Direktor des "Instituts für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Kaiser Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft" in Berlin und erhielt den Titel "Geheimrat".

Clara Haber wollte ihre eigenen Wege gehen und hielt Vorträge für Frauen über "Chemie und Physik im Haushalt" und äußerte sich antimilitaristisch, was gegen die patriotistische Haltung des von ihrem Ehemann geleiteten Instituts war. Sie bezeichnete das Unternehmen als "eine Perversion der Wissenschaft" und richtete sich gegen die Absichten ihres Ehemannes, Soldaten für chemische Kampfstoffe auszubilden und diese Waffen im Ersten Weltkrieg einzusetzen. Da sie ihn davon aber nicht abhalten konnte, nahm sie sich im Mai 1915 das Leben, was in der Öffentlichkeit als "Verzweiflungstat einer erblich vorbelasteten Frau" dargestellt wurde. Ihr Selbstmord wurde weder in der Zeitung veröffentlicht noch existiert ein Autopsiebericht. Ihr Leben und ihr Tod wurden verdrängt.


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